Blog - Gabriela Hofmann - Kommunikationsexpertin, Interim Managerin, Autorin

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Kommunikation im Projekt - widrige Situationen

Gabriela Hofmann - Kommunikationsexpertin, Interim Managerin, Autorin

Kommunikation im Projektmanagement

widrige Situationen

Konflikte sind am Arbeitsplatz häufig und in einem Projekt schon fast Gewohnheit. Sinnvoll ausgetragen, können sich diese als fruchtbar erweisen. Um eine positive Tendenz zu erwirken, empfiehlt es sich, über die Kommunikationskultur, die Konfliktkultur und das Konfliktmanagement im Unternehmen nachzudenken, bevor Spannungen auftreten.
Befasst man sich mit allfällig auftretenden Problemen erst, wenn man mitten in den Turbulenzen und mitten im Projekt steckt, ist es oft zu spät. Man läuft Gefahr, der eigenen Reputation als professionelle Projektleitende oder professioneller Projektleitender zu schaden – gegenüber der Geschäftsleitung, den Mitarbeitenden und den externen Partnern. Es kann sogar soweit kommen, dass ein Projekt wegen Kommunikationsdefiziten und -fehlern zum Scheitern verurteilt ist. Dabei von einer eigentlichen Kommunikationskrise zu sprechen, kann übertrieben wirken, aber diese kann sich schneller entwickeln, als einem lieb ist.

Motivation und Akzeptanz

Die Menschen im Unternehmen für ein neues Projekt zu begeistern kann einer Herkulesaufgabe gleichkommen. Nicht jeder oder jede findet die Idee prickelnd, neben den alltäglich zu bewältigenden Aufgaben noch zusätzliche Arbeit (mit) zu stemmen. Lässt man die ewig nörgelnden oder die innerlich bereits gekündigten Mitarbeitenden einmal ausser Acht, kann es sich als äusserst motivierend erweisen, bei den Projektankündigungen ungewohnte Kommunikationswege zu beschreiten. Der Fantasie sind dabei kaum Grenzen gesetzt. Allerdings schüren aussergewöhnliche Aktionen auch Erwartungen, die während der Dauer des Projektes und auch danach erfüllt werden wollen. Eine positive Haltung, grosse Akzeptanz, Zusammenhalt und bereitwilliger Wissenstransfer sind der Lohn für einen klaren kommunikativen Führungsstil.
  
Interne und externe Kommunikation

Den Blick gleichermassen und ausgewogen auf die interne und externe Kommunikation zu richten, zahlt sich aus. Niemand fühlt sich ausgeschlossen, falsch oder zuwenig informiert.
Viele Kommunikationspannen entstehen oft durch Missverständnisse, ein Schelm wer Böses dabei denkt und Hinterlistigkeit den Verantwortlichen in die Schuhe schieben will.

Versuchen Sie Fehldeutungen im Vorfeld zu vermeiden oder unverzüglich auszuräumen, falls diese auftreten:
  • kommunizieren Sie direkt, klar, zeitnah und wahrheitsgetreu
  • seien Sie sich im Klaren, was kommuniziert werden soll und darf
  • stellen Sie den Wertbeitrag heraus
  • vermeiden Sie zu abstrahieren oder zu verallgemeinern
  • schüren Sie keine Ängste
  • seien Sie jederzeit offen und transparent
  • seien Sie immer bereit für klärende Gespräche

Bedacht werden sollte auch folgendes: Interne Kommunikation kann schnell zur externen Kommunikation mutieren. Mit den digitalen Medien sind Unmutsbekundungen oder sogar Falschinformationen innert Sekunden im ganzen Unternehmen verteilt und finden den Weg raus aus dem Unternehmen. Wenn also Geschäftsgeheimnisse gewahrt werden wollen, bleibt oft nur der Weg zur Unterzeichnung einer Stillschweigevereinbarung.

Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen
 
«Ich kenne keinen sicheren Weg zu Erfolg, aber einen sicheren Weg zum Misserfolg», soll Platon einst gesagt haben. Es allen recht machen zu wollen, ist ein Ding der Unmöglichkeit. Es gibt so viele Meinungen wie es Menschen gibt. Aber man kann sich Schritt für Schritt der optimalen Kommunikation nähern. Lernen Sie aus Ihren Kommunikationspannen und machen Sie es beim nächsten Projekt (noch) besser.



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